ERSTE REISE – AUFREGUNG

Ich kann nicht mehr schlafen. Wir haben ein Monster vor der Tür geparkt, das ich erst bändigen muss. In mir und auch sonst.

Wir fahren an einem Morgen Richtung Côte d’Azur. Wir fahren über Saarbrücken und auch in Frankreich über die Autobahn, weil, das Monster muss gebändigt werden. Ein guter Kuppler muss ich erst noch werden. Und darum wollen wir gemächlich trudeln. Mit 80 km/h auf der rechten und somit richtigen Spur. Wenn wir es schaffen, dann fahren wir bis Beaune und machen da Rast und übernachten dort. Mal sehen. Wir haben schon vieles eingepackt und es ist die erste Reise von hoffentlich vielen, aber wir sind so uffgereescht, wie zwei zappelnde Flundern. Es gibt viel zu tun in unseren Köpfen, bevor wir alles tun und dann fahren. Lässig wie Franz Meersdonk möcht’ ich sein und die Frau soll schlummern oder stricken oder die Karten studieren und mir Anweisungen geben, wo wir Rast machen. Und während ich das schreibe läuft Die Fahrten des Odysseus und ich denke, das kriegen wir schon besser hin. Der ganze Stress, die Sirene, die Circe und das ganze Gedöns. Nach Abenteuer ist mir so nicht. Vielleicht aber schon nach atemberaubenden Sonnenauf- und untergängen. Nach gemächlich, aber gut essen, nach dasitzen und sinnieren und andere Gerüche vernehmen, andere Stimmen hören, andere Gedanken denken. Morgen tanken wir die Wassertanks voll und dann geht’s los. In echt und auch hier und auf Instagram.

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