DAS BÄNKCHEN AM KREISEL, UNTEM AM GOROTHER HOF IN WIESBADEN-FRAUENSTEIN

 

Da, wo der Ortsausgang von Frauenstein fröhliche Urständ feiert, da, wo es Richtung Schierstein und auch sonst Richtung Süden geht, da ist ein Kreisel und ein Parkplatz, dessen Sinn sich mir noch nicht so erschließt.

Dort also am Kreisel, direkt am Parkplatz, dessen Sinn sich mir noch nicht so erschließt, befindet sich ein Bänkchen, dessen Sinn sich mir noch nicht so erschließt, steht es nämlich mit dem Gesicht direkt am Gebüsch. Man kann sich also gerade so drauf setzen und dann starrt man ins Gebüsch, was ja weiter nicht dramatisch wäre, wenn sich mir nur der Sinn dieser Aussicht erschlösse. Dem Bänkchen-User stellen sich also hintenrum die Nackenhaar auf, wegen der Parkerei wildfremder Menschen und vorne starrt er in ein ziemlich ungemütliches Gebüsch, das so aussieht, als böte es auch Raum zur illegalen Abladung von Giftmüll, mindestens aber von Altöl, Autoreifen und kaputten Autobatterien. Trotzdem, so möchte ich behaupten, ist das ein irgendwie, joa, ganz netter Ort. Also nicht jetzt total romantisch, aber irgendwie auch ganz interessant. Früher, also so 1986 zum Beispiel, als ich ab und an mit Kumpanen zum Zwecke des öffentlichen Konsums von Alkoholika eine Parkbank aufsuchte, da hätte ich mich da gesehen. Heute bin ich dazu zu arriviert. Zu spießig. Einfach zu alt und außerdem… was soll denn die die Gräfin von mir denken?!

Ort: Wiesbaden-Frauenstein, Kreisel Quellbornstraße/Gorother Straße.

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